Kiffen: Bedeutung, Wirkung, Risiken und was das Gesetz erlaubt
Von der Golden-High-RedaktionAktualisiert am 24. Oktober 202610 Min. Lesezeit
Cannabis in Deutschland
Kiffen heißt umgangssprachlich, Cannabis zu rauchen, meist als Joint: Der Duden ordnet das Wort dem Jargon zu und erklärt es mit „Haschisch oder Marihuana rauchen“. Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland nach dem Konsumcannabisgesetz bis zu 25 Gramm Cannabis bei sich tragen, mit klaren Grenzen bei den Konsumorten und im Straßenverkehr. Hier erfährst du, woher das Wort kommt, was beim Kiffen im Körper passiert, wie lange die Wirkung anhält, welche Risiken offizielle Stellen nennen und wo Delta-P in diesem Bild steht.
Grinder Metal Weed Gold Edition
Ein Grinder aus Metall im goldenen Finish: zerkleinert gleichmäßig und bleibt dabei handlich für die Tasche.
Ab8,90 €Zum Produkt →OCB Premium Papers
Der Klassiker unter den Blättchen: ultradünnes Papier, das gleichmäßig abbrennt und kaum Eigengeschmack hat.
Ab0,90 €Zum Produkt →Die Bedeutung
Was ist Kiffen? Ein Wort aus dem Jargon.
„Kiffen“ ist ein schwaches Verb (kifft, kiffte, hat gekifft), das der Duden ausdrücklich als Jargon markiert. Gemeint ist das Rauchen von Haschisch oder Marihuana. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) fasst es etwas weiter: Cannabisprodukte rauchen oder inhalieren. Typische Verbindungen, die das DWDS aufführt, sind „regelmäßig“, „täglich“ oder „legal kiffen“.
Die Herkunft ist überraschend weit gereist. Das Verb ist von „Kif“ abgeleitet, einer Bezeichnung für eine Mischung getrockneter Hanfblätter. Laut dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer wurde das Wort im 20. Jahrhundert aus dem englischen kif übernommen, das wiederum auf das arabische kaif zurückgeht, sinngemäß „Vergnügen, Wohlbefinden“.
- Wortart: schwaches Verb, umgangssprachlich (Jargon).
- Bedeutung: Haschisch oder Marihuana rauchen oder inhalieren.
- Herkunft: von „Kif“, über das Englische aus dem arabischen „kaif“.
- Verwandte Begriffe: Joint (selbst gedrehte Zigarette aus Cannabis und Tabak) und Stick, die kleinere Variante.
Joint, Bong, Space Cake
Wie gekifft wird, verändert die Wirkung.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA) beschreibt auf cannabispraevention.de die gängigen Formen: Cannabis wird meist geraucht, manchmal verdampft oder gegessen. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie schnell das THC ins Blut gelangt, und damit, wie gut sich die Wirkung einschätzen lässt.
| Geraucht (Joint, Bong) | Gegessen oder getrunken | |
|---|---|---|
| Wirkungseintritt | Fast sofort | Verzögert, oft plötzlich |
| Höhepunkt | Nach etwa 15 Minuten | Schwer vorherzusagen |
| Dauer | Meist 2 bis 3 Stunden | Je nach Dosis etwa 5 Stunden |
| Hauptproblem laut BIÖG | Belastung der Atemwege, bei der Bong viel mehr Rauch pro Zug | Dosis schwer einzuschätzen, Überdosierung leicht möglich |
| Nicht fahrtüchtig (Richtlinie RRRCK) | Etwa 6 bis 8 Stunden | Etwa 8 bis 12 Stunden |
Die Bong funktioniert wie eine Shisha ohne Schlauch und liefert pro Zug deutlich mehr Rauch: Die Wirkung kommt laut BIÖG schneller, stärker und ist gefährlicher. Ein Vaporizer erhitzt die Substanz, bis sie verdampft, statt sie zu verbrennen; vor selbst gemischten Liquids warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Warum Gebäck so unberechenbar ist, erklären wir ausführlich in Space Cake: Wirkung, Dauer und Risiken.
Was passiert beim Kiffen
Kiffen Wirkung: was offizielle Stellen sagen.
Die stärkste Wirksubstanz der Cannabispflanze ist das THC (Tetrahydrocannabinol). Wie ein Rausch ausfällt, hängt laut drugcom.de, dem Portal des BIÖG, stark von der Person, der Situation und der Stimmung ab: „Kiffen wirkt nicht immer gleich.“ Das sind die Angaben, auf die man sich stützen kann.
BIÖG · drugcom.de, Drogenlexikon
Als angenehm beschrieben werden gehobene Stimmung, Entspannung, Wohlbefinden, mehr Redebedürfnis und intensivere Wahrnehmung von Klängen und Bildern. Als unangenehm: gedrückte Stimmung, Unruhe, Angst, Panik, Verwirrtheit bis hin zu Verfolgungsideen. Panik tritt bei Unerfahrenen häufiger auf.
BIÖG · cannabispraevention.de
Zu den kurzfristigen Risiken zählen Angst- und Panikgefühle, ein „Horrortrip“, Filmriss, übertriebene Empfindlichkeit und Halluzinationen, körperlich Herzrasen, Übelkeit oder Schwindel. Auch ein Kreislaufkollaps ist möglich.
MSD Manual · Profi-Ausgabe
Tachykardie, Augenrötung und Mundtrockenheit treten regelmäßig auf, der Appetit nimmt oft zu. Konzentration, Raum- und Zeitempfinden sowie Tiefenwahrnehmung können bis zu 24 Stunden beeinträchtigt sein.
BIÖG · drugcom.de, Herz
Cannabis kann den Puls erhöhen. Studien deuten auf ein höheres Herzinfarktrisiko in der ersten Stunde nach dem Konsum hin.
Die oft gesuchten roten Augen gehören also zu den regelmäßig beschriebenen körperlichen Effekten, ebenso wie der trockene Mund. Wenn ein Rausch kippt, hilft Ruhe mehr als Aktionismus: Was du dann konkret tun kannst, steht in Bad Trip: was tun?. Alle Quellen findest du am Ende der Seite.
Die Risiken
Kiffen Risiken: Psyche, Sucht, Gehirn.
- Abhängigkeit. Laut BIÖG wird ungefähr eine von acht Personen mit Cannabiskonsum abhängig; das Risiko steigt ab einem Konsum einmal pro Woche oder öfter. Fast jede zweite Person mit regelmäßigem Konsum kennt Entzugssymptome.
- Psychosen. Konsumierende entwickeln häufiger Psychosen als Nichtkonsumierende. Bei Menschen mit einer Veranlagung kann Cannabis laut drugcom.de eine bis dahin verborgene Schizophrenie auslösen; das Risiko steigt mit der Intensität des Konsums und mit hochpotenten Sorten (über 10 % THC).
- Depressionen. Das Bundesgesundheitsministerium nennt Depressionen und Psychosen als mögliche Folgen von Langzeitkonsum, vor allem bei Vorerkrankungen oder besonderer Empfindlichkeit.
- Gehirn. Bis etwa 25 Jahre reift das Gehirn noch, THC kann diese Entwicklung stören (BMG). Bei langjährigem täglichem Konsum zeigen sich schlechtere Lern- und Gedächtnisleistungen; nach dem Aufhören bessern sie sich wieder (drugcom.de).
- Atemwege und Tabak. Rauchen schädigt die Atemwege, besonders mit Tabak gemischt. Tabak im Joint erhöht zudem das Abhängigkeitsrisiko.
Im Notfall: Bei Herzrasen mit Brustschmerz, Kreislaufproblemen oder starker Panik ruf den Notruf 112. Wer weniger kiffen oder aufhören möchte, findet beim BIÖG das kostenlose Online-Programm „Quit the Shit“ und über das Suchthilfeverzeichnis der DHS Beratungsstellen in der Nähe.
Die Rechtslage
Kiffen und Gesetz: was das KCanG erlaubt.
Der Rahmen ist das Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 109), Teil des Cannabisgesetzes (CanG), zuletzt geändert am 20. Juni 2024. Es erlaubt Erwachsenen Besitz und Eigenanbau in festen Grenzen, einen Verkauf in Geschäften sieht es nicht vor. So ist es in Kraft getreten:
1. April 2024
Inkrafttreten des KCanG: Besitz für Erwachsene ab 18, privater Eigenanbau, Konsumverbote.
1. Juli 2024
Die Vorschriften zu Anbauvereinigungen (§§ 11 bis 17) treten in Kraft. Gemeinschaftlicher Anbau ist nur mit behördlicher Erlaubnis möglich.
22. August 2024
Laut Bundesgesundheitsministerium gilt der THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum für den Straßenverkehr.
1. Januar 2025
Die Regeln zur Tilgung früherer Eintragungen im Bundeszentralregister (§§ 40 bis 42) werden wirksam.
Den Stand der Regeln fasst das Bundesgesundheitsministerium in seinen FAQ zum Cannabisgesetz zusammen (Stand: 4. September 2026). Die gesetzlich vorgesehene Evaluation läuft; ein umfassender Bericht ist nach § 43 KCanG bis spätestens 1. April 2028 vorgesehen.
Die Konsumverbote
Wo Kiffen verboten bleibt.
- In Gegenwart von Personen unter 18 Jahren.
- In Schulen, auf Kinderspielplätzen und in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie in deren Sichtweite.
- In öffentlich zugänglichen Sportstätten und in deren Sichtweite.
- In Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr.
- Auf dem Gelände von Anbauvereinigungen und in deren Sichtweite.
Die „Sichtweite“ endet nach § 5 KCanG bei einem Abstand von mehr als 100 Metern vom Eingangsbereich der genannten Einrichtungen; für Fußgängerzonen gilt stattdessen die Uhrzeit. Und der viel gesuchte Balkon? Das KCanG nennt ihn nicht ausdrücklich. Es gelten die allgemeinen Verbote, also vor allem keine Minderjährigen in der Nähe. Ob Nachbarn sich gegen Rauch wehren können, ist eine Frage des Miet- und Nachbarrechts, nicht des KCanG.
Straßenverkehr
Nach dem Kiffen nicht ans Steuer.
Wer mit 3,5 ng/ml THC oder mehr im Blutserum fährt, begeht nach § 24a Abs. 1a StVG eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis 3.000 € geahndet werden kann. Kommt Alkohol hinzu (Abs. 2a), sind es bis 5.000 €. Für Fahranfänger in der Probezeit und für alle unter 21 gilt nach § 24c StVG ein generelles Verbot von Alkohol und THC am Steuer.
Das BIÖG beantwortet die Frage, ob man nach dem Konsum fahren darf, mit „Grundsätzlich nein!“. Die deutschen Richtlinien zur Risiko-Reduzierung (RRRCK) nennen eine Beeinträchtigung von etwa 6 bis 8 Stunden nach dem Inhalieren und 8 bis 12 Stunden nach dem Essen, je nach Dosis auch länger. Was das für Produkte mit weniger als 0,3 % THC bedeutet, haben wir in CBD rauchen vor dem Autofahren zusammengefasst.
Ein Wert von 3,5 ng/ml lässt sich nicht nach Gefühl abschätzen. Die einzige verlässliche Regel: an einem Tag, an dem du fährst, gar nicht konsumieren.
Und Delta-P?
Delta-P ist kein THC-Cannabis.
Delta-P ist der Name unserer Produktreihe: Blüten und Harze auf CBDX-Basis mit weniger als 0,3 % THC, im Labor analysiert. Es ist also nicht dasselbe wie Kiffen im Sinne des KCanG, bei dem es um THC-reiches Cannabis geht. Eine Sorte wie Amnesia ist bei uns eine Delta-P-Version dieses Stils, nicht die THC-Sorte.
Wichtig für Deutschland: Die Grenze von 0,3 % allein entscheidet dort nicht. Nach § 1 Nr. 9 KCanG gilt Hanf nur dann als Nutzhanf, wenn der Umgang mit ihm ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, „die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen“. Deshalb behaupten wir nicht, dass ein Produkt in Deutschland legal ist. Was Delta-P genau ist, erklärt unser Delta-P-Guide.
Zubehör und Safer Use
Kiffen Zubehör: wenig, aber gut.
Headshops, die Konsumzubehör verkaufen, sind in Deutschland laut BIÖG legal, solange sie keine Drogen anbieten. Viel braucht es nicht: einen Grinder aus Metall für eine gleichmäßige Körnung und dünne OCB-Premium-Blättchen. Alles Weitere findest du in unserem Zubehör-Sortiment. Wichtiger als jedes Gerät sind ein paar Regeln aus den Safer-Use-Empfehlungen von drugcom.de:
Spät und selten
So spät wie möglich anfangen und höchstens ein- bis zweimal pro Woche. Täglicher Konsum über längere Zeit kann der Gesundheit schaden.
Wenig THC, sanft inhalieren
Produkte mit wenig THC wählen, nicht tief inhalieren und den Rauch nicht anhalten. Auf Tabak verzichten; ein Vaporizer ist die weniger schädliche Option.
Nicht mischen, nicht fahren
Keine Kombination mit Alkohol oder anderen Substanzen, kein Konsum in Schwangerschaft und Stillzeit, nie vor dem Autofahren. Nur für Erwachsene.
Eure Fragen
Eure Fragen zum Kiffen.
Was bedeutet kiffen?
Kiffen ist ein umgangssprachliches Wort für das Rauchen von Haschisch oder Marihuana, meist als Joint. Es kommt von „Kif“, das über das Englische auf das arabische „kaif“ (Vergnügen, Wohlbefinden) zurückgeht.
Wie lange wirkt Kiffen?
Geraucht setzt die Wirkung laut BIÖG fast sofort ein, erreicht nach etwa 15 Minuten ihren Höhepunkt und ist meist nach 2 bis 3 Stunden vorbei. Gegessen kommt sie verzögert und hält je nach Dosis etwa 5 Stunden an.
Ist Kiffen in Deutschland legal?
Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene nach dem KCanG bis zu 25 g Cannabis bei sich tragen, zu Hause bis zu 50 g besitzen und bis zu 3 Pflanzen anbauen. Es gelten Konsumverbote, etwa in der Nähe von Schulen, und strenge Regeln im Straßenverkehr.
Darf man auf dem Balkon kiffen?
Das KCanG nennt den Balkon nicht ausdrücklich. Verboten ist der Konsum unter anderem in Gegenwart von Minderjährigen. Streit mit Nachbarn über Rauch ist eine Frage des Miet- und Nachbarrechts.
Macht Kiffen dumm?
Laut drugcom.de zeigen langjährige tägliche Konsumierende schlechtere Lern- und Gedächtnisleistungen, besonders bei frühem Einstieg. Nach dem Aufhören bessern sich die Leistungen; erhebliche bleibende Hirnschäden werden nach heutigem Stand nicht angenommen.
Kann Kiffen Depressionen auslösen?
Das Bundesgesundheitsministerium nennt Depressionen und Psychosen als mögliche Folgen von Langzeitkonsum, vor allem bei Vorerkrankungen oder besonderer Empfindlichkeit. Bei psychischen Beschwerden lohnt sich ärztlicher Rat.
Wie kann ich mit dem Kiffen aufhören?
Das BIÖG bietet das kostenlose Online-Programm „Quit the Shit“ und den Selbsttest „Cannabis Check“ an. Beratungsstellen in deiner Nähe findest du im Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.
Ist Delta-P dasselbe wie Kiffen?
Nein. Delta-P ist unsere Produktreihe auf CBDX-Basis mit weniger als 0,3 % THC, analysiert im Labor. Wir behaupten nicht, dass sie in Deutschland legal ist; Details findest du in unserem Delta-P-Guide.
Quellen
Die Quellen, auf die sich dieser Artikel stützt.
- Bundesministerium der Justiz. Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis (Konsumcannabisgesetz – KCanG), §§ 1, 3, 5, 34, 36, 43.
- Bundesministerium der Justiz. § 24a StVG und § 24c StVG, Straßenverkehrsgesetz.
- Bundesministerium für Gesundheit (2026). FAQ zum Cannabisgesetz und Cannabisgesetz (Stand: 4. September 2026).
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Was bedeutet Kiffen? und Gesundheitliche Aspekte, cannabispraevention.de.
- BIÖG · drugcom.de. Drogenlexikon: Cannabis und Welche Safer-Use-Empfehlungen gibt es für Erwachsene?
- MSD Manual. Marihuana (Cannabis), Profi-Ausgabe.
- Duden und DWDS. kiffen (Duden) und kiffen (DWDS, mit Etymologie nach Pfeifer).
Weiterlesen












